über den Film
Synopsis
über den Film

Genre: Mystisch-düsteres Drama mit Horrorelementen; Folkhorror
Setting: Ein abgelegenes bayerisches Dorf in einer nicht näher bestimmten Vergangenheit
Handlung in Kürze:
Die junge Bäuerin Magarete besucht heimlich ihren Vater Sepp, der seit Jahren versteckt im
Wald lebt. Das Dorf hält ihn für tot – oder schlimmer: für den Dillnbock, einen dämonischen
Waldgeist, der Vieh reißt und Unheil bringt. Tatsächlich wurde Sepp einst durch die
Machenschaften des skrupellosen Dorfoberhauptes Xaver schwer entstellt und verstoßen.
Als Sepp erneut ins Gerede kommt – angeblich hat er den Hund eines Bauern getötet – wird
eine wütende Meute aus dem Dorf losgeschickt, um ihn zu fassen. Angeführt von Xaver und
dem fanatischen Mesner machen sie sich mit Fackeln und Mistgabeln auf in den Wald.
Magarete versucht Sepp zu warnen, aber die Situation eskaliert.
Gerade als sie ihn finden und beinahe hinrichten, bricht ein unheimliches natürliches oder
übernatürliches Wesen aus einer Höhle hervor – halb Mensch, halb Ziege – der
wahre Dillnbock. Die Männer geraten in Panik, einige werden angegriffen, andere fliehen.
Sepp bleibt traumatisiert zurück, während Magarete verwundet auf das Unheil reagiert.
Themen:
• Vorurteile & Sündenbock-Mechanismen
• Aberglaube vs. Realität
• Familiäre Schuld und Loyalität
• Die Frage: Wer ist hier eigentlich das Monster?
Die ursprüngliche Sage vom Dillnbock
Die Figur des Dillnbock entstammt der regionalen Sagenwelt der südlichen Oberpfalz, insbesondere aus dem Raum Wolfsegg und den umliegenden Dörfern. In den Erzählungen wird der Dillnbock als waldhaftes Wesen beschrieben – halb Mensch, halb Tier –, das sich in abgelegenen Schluchten, alten Hohlwegen und an verwachsenen Waldrändern zeigt. Er tritt weniger als Angreifer auf, sondern als Warnbild: als Verkörperung von Furcht, Schuld oder unruhiger Seelen, die keinen Platz unter Menschen finden.
Schriftlich überliefert ist die Sage in "Das Sagenbuch der Südlichen Oberpfalz" von Wolfgang Schöberl, basierend auf einer Erzählung von Franz Hummel. Darin erscheint der Dillnbock (oder auch Dillenbock) als unheilvolles Nachtwesen, das Betrunkenen auf dem Heimweg vom Wirtshaus auflauerte, ihnen auf den Rücken sprang und sich ein Stück tragen ließ, während es seine Opfer entstellte oder gar tötete. In der Gegend um Wolfsegg diente der Dillenbock lange Zeit als Schreckfigur, mit der man ungehorsame Kinder warnte, vor dem Wald, der Dunkelheit – und vor den Dingen, die man besser nicht weckt.

ein Projekt für die Kinoleinwand
"Dillnbock" ist kein lauter Film, kein moralischer Zeigefinger – sondern eine dichte, atmosphärische Erfahrung, die dazu einlädt, zuzusehen, zuzuhören und danach weiterzudenken. Dadurch hat er cinematografische Qualität und die inhaltliche Tiefe, um sich in Festival-Kontexten zu behaupten.
Gerade deshalb soll der Film nicht nur online, sondern bewusst im Kino erlebt werden.
Die Atmosphäre – der Wald, die Dunkelheit, das rhythmische Atmen, die Stille vor dem Schrei – entfaltet ihre Wirkung erst im kollektiven Zuschauerraum. Der Film lebt von Bildern und Klang, die im Kino nicht nebenbei konsumiert werden, sondern körperlich spürbar werden.